Infect 2009

 

Virales Marketing in der Presse

Virales Marketing - manchmal auch nur Viral-oder Virus-Marketing genannt - klingt ansteckend und genau das soll es auch sein. Dabei ist der Begriff zwar neu, aber die Grundlage der Methode ist so alt wie der Nachbarschaftsschwatz: Man nehme eine berichtenswerte Neuigkeit und erzähle sie seinem besten Freund, der erzählt´s dem Arbeitskollegen, der weiter zur Nachbarin und schließlich weiß es jeder, der Bekanntheitsgrad der Neuigkeit steigt dabei exponentiell. Und Virales Marketing ist im Prinzip auch nichts anderes als Mundpropaganda zu Zeiten des Internets. Dabei verlässt man sich nicht nur darauf, dass eine interessante Neuigkeit alleine von Mund zu Mund wandert, vielmehr wird die Verbreitung einer Information - in diesem Falle einer Werbebotschaft - gezielt vom Werber ausgelöst. Er bedient sich dabei sozialer Netzwerke, Foren und Communities. Aber auch die Presse spielt bei einer Kampagne im viralen Marketing eine nicht unwesentliche Rolle. Während die altmodische Werbeanzeige - oft als solche kenntlich gemacht - zwischen den Artikel zu finden ist, kommt die virale Werbebotschaft meist im Artikel selbst daher, wenn der Journalist über ein Kampagne berichtet. Ganz nebenbei trägt er so ebenfalls zu einer Weiterverbreitung der Werbebotschaft bei, ohne dass der Werber die teuere Anzeige bezahlen muß oder die Nachricht offensichtlich als direkte Werbung zu erkennen ist.

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